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Lukas Jüliger

Vakuum

BILDER UND WELTEN

Informationen: , 20 €

Verlag: Reprodukt

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Redaktion

Leser

Rezension

Es gibt pro Leben nur zwei oder drei solcher Sommer. Sommer, in denen alles auf einmal und gleichzeitig nichts Besonderes passiert. Sommer, die alles für immer verändern. "Vakuum" umfasst eine Woche aus einem solchen Sommer. Der Protagonist verliebt sich in ein Mädchen. Sein bester Freund Sho, der nach einem Experiment mit den Blüten der Engelstrompete teilnahmslos scheint, zerschlägt alles, was er besitzt. Ein Junge aus seiner Schule vergewaltigt die umschwärmte Schöne aus dem Abiturjahrgang und begeht anschließend Selbstmord. Der Protagonist spielt ein altes Videospiel durch. Den Plot zu beschreiben hat hier wenig Sinn. Das Eigentliche ist die Atmosphäre, die die Jugendlichen umgibt, ein Hitzeflimmern aus Wut und Wehmut. Rausch, Langeweile, Fremdheit. Sehnsucht. Die Kleinstadt, durch die Jüligers Figuren sich bewegen, liegt da wie ausgebleicht, die Farben sind blass mit einem Stich ins Giftige und gegen Ende angemessen düster. Die Bildausschnitte, die er wählt, wirken oft surreal - idyllisch und freudlos zugleich. Lukas Jüliger gelingt es, in Zeichnungen etwas zu sagen, was Worte nicht ausdrücken können, und wo er Worte benutzt, beweist er Sprachgefühl, Einfühlsamkeit und Humor. Ist "Vakuum" das Porträt einer Generation, wie in den Feuilletons behauptet wird? "Ich porträtiere diese Generation nicht", sagt der Autor, "das war nicht meine Absicht, aber wenn ich ihr hier und jetzt ein Symbol zuordnen müsste, wäre es wohl so ein Smiley mit geradem Mund."

(ed)

Kurzbeschreibung

Es sind die ersten Sonnenstrahlen des Sommers: Ein Junge langweilt sich. Erst als ein Mädchen auf ihn zukommt, scheint das Leben mit einem Mal interessant. Sie verbringen Zeit miteinander, die Welt wird verwirrend. Plötzlich erschüttet eine Tragödie die Stadt – ein junger Mensch stirbt. Als die beiden sich auf seine Spuren begeben, ahnen sie bald, dass es nicht nur ihre Schulzeit ist, die gerade zu Ende geht… In seiner mitreißenden Erzählung um eine Gruppe von Teenagern geht Lukas Jüliger der Verunsicherung und diffusen Angst nach, die jenes Alter prägen. Dabei bettet er das vermeintlich alltägliche Geschehen in eine surreale, teils bedrückende Welt voller Geheimnisse ein. "Was der Wahlhamburger Lukas Ju?liger in seinem Jugenddrama Vakuum in zärtliche Bilder fasst, ist in seiner erzählerischen Wucht so gekonnt wie u?berraschend." – Stern "Lukas Jüliger ist mit Vakuum ein grandios düsterer Comicroman über das Erwachsenwerden gelungen." – Amadeus Ulrich, taz "In Vakuum steckt beeindruckend viel Talent und Emotion: Der Band ist ein selbstbewusstes Statement, weitab von Klischees und festgetretenen Pfaden; rätselhaft, beunruhigend, gelegentlich verstörend und vor allem einzigartig." – Kai Löffler, Deutschlandradio "Jüliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird." – Matthias Heller, NDR Kultur "Vakuum ist das beste Debütalbum, das ein deutschsprachiger Zeichner bislang veröffentlicht hat (…) Dieser wunderbare Band zeigt, wie selbst Jugend von einem Verlangen ergriffen ist, das früher dem Alter vorbehalten war: ‘Noch einmal vorm Vergängnis blühn.’" – Waldemar Kesler, Die Welt "Coming-of-Age-Geschichten wird es immer geben. Aber selten hat eine so deutlich gezeigt, was in diesem Genre noch alles möglich ist wie diese düsterzarte Außenseiterliebesgeschichte." – Michael Brake, zeit.de "Das beste deutschsprachige Comic-Debüt seit Jahren." – Christian Möller, Radio 1Live


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