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Sabrina Janesch

Ambra

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 22.9 €

Verlag: Aufbau Verlag

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Redaktion

Leser

Rezension

Seit fünf Tagen ist Kinga eingesperrt, im Jugendzimmer ihres Großcousins Bartosz. Bartosz ist verschwunden, und Bronka, seine Mutter, vermutet, dass Kinga etwas damit zu tun hat. Misstrauen herrschte von Anfang an zwischen den Angehörigen der Familie Mysza. Kinga ist die Enkelin von Konrad, der seinen Namen kurz nach Hitlers Einmarsch in Polen in "Mischa" ändern ließ, Bartosz ein Nachkomme von Marian, der katholisch und ein Mysza blieb. Kinga Mischa wächst in Deutschland auf, "eine ins Exil verbannte Prinzessin". Ihr Vater stirbt früh und vererbt ihr zweierlei: einen Bernstein, in dem eine Spinne eingeschlossen ist, die alles sieht und ihr die Fähigkeit verleiht, Gedanken zu lesen und eine Hälfte einer Wohnung in Danzig. In der Stadt am Meer hört man "Stimmen (…) und Geschichten, die nur darauf warten, auf einen niederzuprasseln". Das überfordert den Leser wie die hellsichtige Protagonistin. Vier Generationen, drei Perspektiven, die deutsch-polnische Geschichte im Großen, im Kleinen, dazu Magie, politische Kunst und Kingas zaghafte, unglückliche Liebe zu ihrer Mitbewohnerin Renia. Janeschs Sätze sind schön, verlieren sich aber zu häufig in Andeutungen, um all das zu halten. Wir stolpern durch den Nebel.

(ed)

Kurzbeschreibung

Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine leibhaftige Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. – Nach ihrem vielfach ausgezeichneten Debüt „Katzenberge“ schreibt Sabrina Janesch die Chronik einer deutsch-polnischen Familie, die vom stetigen Wandel und einer dunklen Gabe geprägt ist. Fünf Jahrzehnte nach der „Blechtrommel“ porträtiert sie eine Stadt, in die die rätselhafte Geschichte der Myszas eingeschlossen ist wie in einen Bernstein. "Denn in dieser Stadt hat jeder ein Geheimnis und jeder ein Schweigen, das er darüber legt." Es ist Herbst, als Kinga Mischa in der fernen Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulenten Jahr. Nur ein Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist, erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine faszinierende wie dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. In der Stadt trifft sie auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie Mysza arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte auf grausame Art angewandt zu haben. – Eine zauberhafte Geschichte, die von einer Spinne, einem Stadtschreiber und einer jungen Deutschpolin widerstreitend erzählt wird – mit viel Poesie, Raffinesse und Wärme. Ein Roman über die seelischen Verletzungen einer Familie, die mit der schmerzvollen Geschichte einer ungewöhnlichen Stadt korrespondieren. „Sabrina Janesch demonstriert eindrucksvoll, wie das Erzählen sich wieder neu als eine produktive Form des Erinnerns behaupten kann.“ FAZ „Sabrina Janesch erzählt mit hoher sprachlicher Sensibilität und poetischer Dichte.“ Hans-Ulrich Treichel „Ihr Erzählstoff hat mächtige Spannung und Kraft.“ DER SPIEGEL „Sabrina Janesch vollbringt das Kunststück, ihre Stoffe auszugraben und wieder zum Leben zu erwecken.“ Jörg Magenau Umfangreiches Hintergrundmaterial zur Geschichte Danzigs: www.sabrinajanesch.de Pressestimmen: » […] die junge Schriftstellerin [entwickelt] […] ein beeindruckendes Spannungsfeld zwischen Mysterien und Realität. « Westfälische Nachrichten » >Ambra< ist ein stimmungsvoller Danzig-Roman […]. « Süddeutsche Zeitung » Ein Bernsteinanhänger birgt die geheimnisvolle und bewegte Geschichte der deutsch-polnischen Familie Myza in sich. Sehr zu empfehlen. « Buchprofile > Lesenswert< polen.pl » Janesch […] schreibt geradlinig und klar, aber das Geheimnis liegt in der Tiefe. « Frankfurter Neue Presse » […] mit >Ambra< entwirft [Janesch] eine dunkle, packende Familiensaga. « Neue Presse » […] die Saga über eine deutsch-polnische Familie lohnt sich! « Kultur Spiegel » >Ambra< ist üppig gedeckt […] , es gibt Zuckersüßes und Saures, Herzlichkeit und Abgründe, viel Magie und einen Schuss Klischee. « Sächsische Zeitung » […] Janesch hat ein bemerkenswertes Gespür für das literarische Potenzial, das im Drama der deutsch-polnischen Geschichte steckt. « Hannoversche Allgemeine Zeitung » Mit Ambra hat Sabrina Janesch eine spannende deutsch-polnische Familiengeschichte erzählt […]. « RBB Kulturradio » >Ambra< ist eine großartige Familiengeschichte und ein verführerisches Porträt der Stadt Danzig. « http://buzzaldrins.wordpress.com/ » Sabrina Janesch erweist sich als Seismografin der Sinneseindrücke und als elegante Zeitenverschränkerin. « DeutschlandRadio Kultur » Zart und rau, duftend und elektrisierend, sie ist eine wunderbare Hoffnung des jungen deutschen Romans. « http://www.readers-edition.de/ „Der Roman einer reifen, ernsten, historisch detailgenauen Autorin, die wegen ihres Sujets schon auf Vergleiche mit Thomas Mann und Günter Grass reagieren musste.“ Berliner Zeitung » […] der Roman ist ein […] Stadtporträt der Gegenwart. « » Danzig hat wieder eine deutsche literarische Stimme. Eine, die mit der Stadt lebt. « Frankfurter Allgemeine Zeitung » Eine zauberhafte Geschichte, [...] mit viel Poesie, Raffinesse und Wärme. « www.liesmalwieder.de


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