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Annika Scheffel

Bevor alles verschwindet

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 19.95 €

Verlag: Suhrkamp

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Rezension

Ein Stausee soll gebaut, das Tal geflutet und die Bewohner des Ortes umgesiedelt werden. Die Figuren sind skurrile Naturen, allesamt unfähig, sich zu wehren. Jeder kämpft allein mit der ungewissen Zukunft. Scheffels Erzählung, zersplittert wie die Dorfgemeinschaft, entwirft ein surreales Szenario, in dem die Figuren auf der Suche nach Antworten umherstolpern. Eine Gestalt, die jeder Einzelne anders wahrnimmt, konfrontiert sie mit ihren Sehnsüchten. Trotzdem harren sie bis zum Untergang tatenlos aus. Leider verliert sich die Autorin gerade während des Countdowns häufig in Details.

(mel)

Kurzbeschreibung

Den Verstand zu verlieren ist auch keine Lösung: Wie in einer Hängematte liegt der kleine Ort im Tal, hier haben es sich Jula, Jules und die anderen über die Jahre bequem gemacht. Seit sie zur Taufe durch den spärlichen Flussarm gezogen wurden, fühlen sie sich gewappnet für so ziemlich alles: An Gott glaubt hier keiner, man glaubt an blaue Füchse und an kopflose Löwen. Eines Tages werden in den umliegenden Wäldern »die Verantwortlichen« gesichtet, mit Bauplänen für ein Erholungsgebiet. Eine Umsiedlung des Ortes steht bevor. Mit allem, was sie haben, lehnen die Bewohner sich auf gegen das Urteil. Aber Widerstand fordert Zusammenhalt, und ein jeder muss zuerst die eigenen Gespenster zähmen oder sie jetzt, im Kampf gegen das Verschwinden, endlich und für alle Zeit freilassen. Bevor alles verschwindet ist ein Roman wie ein Funkenschlag, wunderbar skurril und von leuchtender Kraft. Eine Geschichte von dunklen Geheimnissen und letzten Hoffnungen, mal unfassbar komisch, dann wieder abgrundtief traurig, immer befreiend - vom ersten Satz bis zum letzten. »Ein Totentanz mit Glücksgarantie!« Annette Pehnt Pressestimmen: »Wie ein Märchen aus einer anderen Zeit erzählt Scheffel diese kleine Welt, sowohl im Ton als auch in den oft fantastischen Geschichten, die sie ihren Figuren anhängt.« Jörg Aufenanger, Frankfurter Rundschau »Scheffel hat eine Art Heimatroman geschrieben. Sie vermittelt persönliche Geschichten unterschiedlicher Figuren... Stark sind Scheffels trockene Dialoge und die atmosphärische Dichte ihres Textes, in dem zivilisationskritische und anti-utopische Motive aufscheinen.« Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur »Annika Scheffel hat die Wirklichkeit mit den Möglichkeiten der Literatur verwirbelt.« Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung »Annika Scheffel baut in ihrem Werk Bevor alles verschwindet das Magische ganz unvermittelt wie selbstverständlich In ihre Erzählwelt ein, wobei ihr die fließenden Übergänge zwischen den realen und surrealen Ebenen scheinbar mühelos gelingen. Das gibt ihrem Roman die Kraft eines Gleichnisses und macht die Lektüre zum Genuss.« Daniel Flügel, Potsdamer Neueste Nachrichten (www.pnn.de) »Annika Scheffel schwankt in Bevor alles verschwindet zwischen Totentanz, Märchen und Schauerromantik.« Christoph Schröder, taz »Der Autorin gelingt mit diesem Roman eine charmante Variante des "magischen Realismus". Dabei legt sie die Strukturen unserer Allerweltswahrnehmung aufs Genüsslichste bloß.« Johannes Balle, Kölner Stadt-Anzeiger »Bis in jede Regung, jedes Adjektiv mit ihren Figuren verbunden, erzählt Scheffel mit einer bewundernswerten Balance zwischen Fabulierlust und Ernsthaftigkeit und einem genauen Gespür für das Zusammenspiel von Emotion, Melodie und Poesie eine Geschichte, deren Essenz in jeder Zeitung stehen könnte - und die zugleich komplett und grossartig erfunden ist.« Gabriele Michel, Basler Zeitung »Bevor alles verschwindet erzählt mehr als ein Untergangsmärchen mit erfundenen Tieren. Der Roman ist ein Gleichnis auf uns, bedroht von Insolvenzen, Finanzmarktkrisen, Immobilienzusammenbrüchen, die ein Angstklima erschaffen.« Jan Drees, 1Live »... eine Geschichte von bezaubernder Traurigkeit, in der ihr das bemerkenswerte Kunststück gelingt, eine sich auflösende Welt zusammenzusetzen.« Andrej Klahn, K.West März 2013 »Annika Scheffel hat eine märchenhafte Geschichte geschrieben.« flair-magazin.de März 2013


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