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Adam Johnson

Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 22.95 €

Verlag: Suhrkamp

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Redaktion

Leser

Rezension

Je weniger man über etwas weiß, desto mehr Raum bleibt der Fantasie. Daher ist Nordkorea im Grunde das Traumland schlechthin für westliche Schriftsteller, so wenig Kunde dringt aus dem geheimnisvollen Reich des Bösen. Der Amerikaner Adam Johnson hat mit seinem neuen Roman die Leerstellen des Wissens so nachhaltig fabulierlustig gefüllt, dass man die fast 700 Seiten über weite Strecken mit angehaltenem Atem liest. Das abenteuerliche Leben eines Mannes ohne persönliche Identität ist gleichzeitig Satire sowie geistreiche Allegorie auf das Erzählen an sich. Dass die Story gegen Ende ein wenig ins Amerikanisch-Patriotische abgleitet - geschenkt! Den Pulitzerpreis 2013 gab's ganz bestimmt nicht nur dafür.

(kgr)

Kurzbeschreibung

Pulitzerpreis in der Kategorie Roman 2013 | Buch des Jahres bei Financial Times, The Atlantic, Flavorwire, Salon.com, Entertainment Weekly und The Huffington Post »Ein Autor, der weiß, wie man eine gute Geschichte erzählt ... fantastisch.« Zadie Smith »Ein Roman mit Suchtfaktor. Mutig und beeindruckend.« David Mitchell »Pures Gold.« Abraham Verghese Adam Johnsons kühner Nordkorea-Roman ist ein wahres Feuerwerk der Erzählkunst, eine wahnwitzige Geschichte über Freiheit, Wahrheit und Identität. Er ist ebenso die Geschichte verlorener Unschuld wie Spionagethriller und Liebesroman, bevölkert von eigenwilligen, schrägen Figuren – poetisch, erschütternd und unvergesslich. Pak Jun Do hat noch nie einen Film gesehen, kaum je ein Werbeplakat, er findet es merkwürdig, dass woanders Leute Tiere im Haus halten, und wundert sich über Maschinen, die Geld auswerfen. Er kennt keine Ironie, keine Kunst, keine Mode und keine Magazine. Aufgewachsen im nordkoreanischen Waisenhaus Frohe Zukunft, ist er ein winziges Rädchen im großen Getriebe der absurd-grausamen Herrschaft des »Geliebten Führers« Kim Jong Il. Nur ein falsches Wort kann jeden sofort ins Lager bringen. Doch mit der Zeit beginnt Jun Do an etwas zu glauben, was stärker ist als Staatstreue: Freundschaft und Liebe. Als er die Schauspielerin Sun Moon trifft, lernt er das bedingungslose Vertrauen in einen anderen Menschen kennen. Und nur dafür lohnt es sich zu überleben. Pressestimmen zu Das geraubte Leben des Waisen Jun Do: »Er ist von einer Fülle und Wucht, die dem Leser in den Schlaf nachzusteigen beginnt.« Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung »Je grotesker die Wirklichkeit als beliebig überschriebenes Drehbuch erscheint, desto tiefer dringt der Roman in die Abgründe eines Systems vor ... Johnsons gesamter Roman ist eine groteske Annäherung an eine Wirklichkeit, deren schlimmste Qualen er nach eigenen Worten habe auslassen müssen.« Ulrich Baron, Süddeutsche Zeitung »Johnsons Buch [ist] ein widerständiges, eines, das Nordkorea einen Zerrspiegel vorhält.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung »In einer Zeit drohenden Krieges unternimmt der Autor den Versuch einer Verständigung, versetzt sich in die Köpfe der Koreaner hinein und liefert ein Psychogramm der gegenwärtigen Krise, am Beispiel eines Jedermanns: Jun Do klingt wie John Doe, im Englischen der Ausdruck für einen Mann ohne Identität.« Jan Küveler, Welt am Sonntag »Das macht den Roman zu einem beeindruckenden Hochseilakt. Trotz aller selbstauferlegten Schwierigkeiten erzählt Johnsons Roman eine große, eine hochspannende Geschichte... Das geraubte Leben des Waisen Jun Do ist also sowohl ein beeindruckender als auch ein höchst lesenswerter Roman.« Yascha Mounk, Zeit online »Ein kühner und bemerkenswerter Roman.« Michiko Kakutani, New York Times »Dieser Roman ist die Aufregung um ihn wert. Ein Pageturner.« The Washington Post »Die Raffinesse, das Gespür und die Eindringlichkeit, die in diesem Buch stecken, belegen einmal mehr die Kraft des geschriebenen Wortes.« Wall Street Journal »Das geraubte Leben des Waisen Jun Do von Adam Johnson ist vor allem eins: ein großartiger Roman.« Jan Küveler, NDR.de »Das geraubte Leben des Waisen Jun Do packt den Leser am Arm und zieht ihn fort in eine völlig fremde Welt.« Florian Gless, stern »Ein Spannungsroman mit satirischen Zügen.« Thomas Andre, Spiegel Online »Ein herrliches Stück Fiktion und ein scharfsinniger Kommentar zur Natur von Freiheit, Aufopferung und Ruhm in einer Welt, in der ein Überlebender nichts hat, wofür es sich zu leben lohnt.« Elle


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