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Ivana Sajko

Familienroman

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 20 €

Verlag: Voland & Quist

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Redaktion

Leser

Rezension

Dieser Roman umfasst vier Generationen und thematisiert die großen Konflikte des 20. Jahrhunderts in Südosteuropa. Von Partisanenkämpfen über den Tito-Kult bis hin zum Zerfall Jugoslawiens prallen Ideologie und Alltagswahnsinn aufeinander. Fronten bilden sich in den Köpfen und Kämpfe dringen von der Straße irgendwann über den Fernseher in die Familie ein. Die Zusammenstellung von Titel und Untertitel legt genauso wie die Erzählung nahe, dass eine Familiengeschichte aus dieser Region in diesem Zeitraum kaum ohne Referenz auf politische Ereignisse und Spannungen erzählt werden kann. Während der Roman tatsächlich mit zahlreichen dokumentarischen Fußnoten und Verweisen ausgestattet ist, helfen geschichtliche Kenntnisse und Wissen um Namen und Persönlichkeiten der Region dennoch enorm, um sich beim Lesen zurechtzufinden. Mitunter scheint die Chronologie der einzige rote Faden der Handlung zu sein, denn die eingefügten Referenzen stehen im Kontrast zur Erzählung, die die Unzulässigkeit der eigenen und fremden Erinnerung offenlegt. Wie mit Versatzstücken eines Traumes zeichnet die Erzählerin ihre Version der Geschichte nach. Sie erzählt und so handelt der Roman gleichsam davon, was es bedeutet, nicht über das zu sprechen, was einem widerfahren ist.

(mel)


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