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Lea Singer

La Fenice

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 23 €

Verlag: Kampa

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Rezension

Sie wird „La Zafetta“ genannt, nach ihrem Vater, dem „Zaffo“, dem Spitzel und sie hat schon als missbrauchte 13-Jährige eigene Ziele, unter anderem: „Mir nie nehmen lassen, was mein Vater für einen sicheren Posten verkauft hatte, nennen wir es Würde, es ginge aber auch kleiner, Selbstachtung vielleicht.“ Selbstachtung bewahren kann im Venedig der Renaissance, wo Heirat einem lebenslangen Gefängnis gleicht, für eine junge Frau bedeuten, zur Edel-Kurtisane zu werden. Und wenn Würde heißt, einen Freier abzulehnen, ist die Konsequenz, dass dieser Mann versucht, den letzten Rest von ihr zu zerstören. Die Geschichte der Angela del Moro ist verbürgt. Sie liest sich in der perlenden, prägnanten Sprache der Kulturhistorikerin Eva Gesine Baur alias Lea Singer, wie die chirurgische Öffnung des gesellschaftlichen Körpers einer damals überwältigend reichen und mächtigen Serenissima, in deren Eingeweiden Frauen, Kunst und Liebe verdaut wurden und ausspuckt. „La Zafetta“ muss zu „La Fenice“, dem Phönix werden, die als Venus von Urbino von Tizian verewigt wurde. Zwischen den rosa Buchdeckeln verbirgt sich keine sanfte Romantik, sondern ein entlarvender, hinreißend bissiger Roman.

(md)
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