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Hanns-Josef Ortheil

Liebesnähe

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 21.99 €

Verlag: Luchterhand

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Redaktion

Leser

Rezension

Fühlt man sich zu einer Person stark hingezogen und nennt sie nach einigen Tagen gar Lebenspartner, möchte man dann mit ihr nicht auch sprechen? Nicht in diesem Roman, der wie häufig autobiografische Züge zeigt: Hier tritt das Liebespaar in einen stummen Dialog behutsamer Botschaften. Hanns-Josef Ortheil überträgt den beiden Protagonisten - beide durch einen Verlust traumatisiert und in ihren Schaffen blockiert - eine Sprache der Nähe und der Liebe, die sie zueinander führt. Dabei geht leider die wunderbare Leichtigkeit der Verliebtheit verloren, vieles wirkt konstruiert und wirklichkeitsfremd. Jedoch lässt das virtuose Sprachspiel Ortheils geradezu einen Film aus der Geschichte entstehen.

(sk)

Kurzbeschreibung

Welche Sprache spricht die Liebe? Ein Mann und eine Frau treffen in einem Hotel im Alpenvorland ein. Sie bemerken einander und tauschen von da an geheime Zeichen aus. Kleine Botschaften, Hinweise auf Lektüren und Musikstücke – und ohne dass sie auch nur ein einziges Wort miteinander wechseln, verwickeln sie sich in das Mysterium der Annäherung und einer ungewöhnlichen Liebe, für die nur die Liebe selber zählt. »Liebesnähe« ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich zufällig in einem einsam gelegenen Hotel treffen. Vom ersten Augenblick dieser Begegnung an erleben beide eine rasch wachsende Anziehung. Sie sind zu vorsichtig, miteinander zu sprechen und verlegen sich stattdessen auf ein virtuoses Spiel von Zeichen und Andeutungen. Im Hintergrund dieser Annäherung zieht die Besitzerin der Hotelbuchhandlung als geheime Mittlerin ihre eigenen Fäden: Sie »füttert« die beiden Liebenden mit Büchern, die – wie der Liebestrank in »Tristan und Isolde« – eine ganz eigene, magische Wirkung entfalten und aus dem Liebesspiel schließlich ein kaum noch durchschaubares Labyrinth aus Erlebtem, Geträumtem und Gelesenem machen. »Liebesnähe« ist nach den Romanen »Die große Liebe« (2003) und »Das Verlangen nach Liebe« (2007) der dritte Band einer Trilogie von in sich abgeschlossenen Romanen, in denen es um das Geheimnis der Liebesverständigung geht. »Liebesnähe« greift aber auch die Themen von stummer und sprachlicher Kommunikation in Ortheils letztem Roman »Die Erfindung des Lebens« auf: Erst langsam entdecken die Liebenden die jeweils eigene Sprache der Liebe mit all ihrem unverwechselbarem Vokabular. "Ortheil schreibt die spannendsten und auch poetischsten deutschen Liebesgeschichten unserer Zeit." Gert Scobel / 3satbuchzeit (13.10.2011)


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