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Michael Thumann

Der Islam-Irrtum

SACHBÜCHER

Informationen: , 32 €

Verlag: Eichborn

Leser-Rezension1

Redaktion

Leser

Rezension

Spätestens seit dem 11. September neigt der Westen dazu, den Islam fälschlicherweise in erster Linie mit Terroranschlägen und Gewalt in Verbindung zu bringen. Michael Thumann beweist in seinem Buch "Der Islam-Irrtum" dem Leser, dass es nicht ausreicht, lediglich den Islam als Grund für solche Entwicklungen zu benennen. Da Thumann selbst verschiedene Orte des Nahen und Mittleren Ostens bereist und mit den dort lebenden Menschen geredet hat, kann er besonders eindrücklich davon berichten, wie die Menschen dort denken und welche Rolle der Islam für sie spielt.

Es handelt sich bei diesem Werk nicht nur um ein Plädoyer für mehr Toleranz gegenüber dem Islam, sondern auch um ein sehr persönliches Buch. Michael Thumann nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die arabische Welt und zeigt die verschiedenen Facetten dieser Gegenden auf. Er besucht die Hisbollah und die Hamas. Gleichzeitig geht er auf die Ängste des Westens ein, die sich beispielsweise in Form des Kopftuchverbots bemerkbar machen. Manchmal setzt der Autor jedoch zu viel politisches Wissen beim Leser voraus, wodurch sich die Lektüre stellenweise schleppend bis verwirrend gestaltet.

(nb)

Kurzbeschreibung

Ein »anderer« Blick auf die muslimische Welt: Ein engagiertes Plädoyer gegen den Kampf der Kulturen und ein neuer Blick hinter die Fassaden der Paläste und Hütten im Mittleren Osten – zehn Jahre nach dem 11. September 2001. Europa tut sich schwer mit dem Islam. Der Westen weiß nicht, wie er mit dem explosiven Nahen und Mittleren Osten umgehen soll. Ratlosigkeit und Angst befallen uns, wenn wir auf unsere nahen Nachbarn schauen. Doch die Bilder von Krieg und Aufruhr, Anschlägen und religiösen Fanatikern verengen unseren Blick. Die Schlagwörter von Terrorismus, Gewalt und Islamismus verdecken eine vielfältige, widersprüchliche Wirklichkeit – das ist der Islam-Irrtum. Der Korrespondent und Reporter Michael Thumann hat die Region viele Jahre intensiv bereist. Er berichtet aus den Rückzugsquartieren der Islamisten in Ägypten, aus den verschwiegenen Wohnpalästen von Saudi-Arabien, aus den Bergen des vom Krieg zerrissenen Kurdistan. Thumann sprach mit gewendeten radikalen Muslimen, die sich Demokratie und Freiheit wünschen, er besuchte Frauen, die nicht Auto fahren dürfen, aber ihre Ehemänner wie Wachs in der Hand halten, er war dabei, als Taliban- und Hisbollah-Kämpfer mit CIA-Agenten über die Welt und sich selbst diskutierten. Der Mittlere Osten verändert sich rasch. Jenseits der Chiffren von Rückständigkeit und Religiosität wachsen am arabischen Golf neue globale Machtzentren heran, steigt die Türkei zu einer neuen Regionalmacht auf, zerfrisst ein wiedererwachter Nationalismus die Gewissheiten der uns bekannten Staatenordnung. Aus Begegnungen, Reisereportagen und historisch-politischen Betrachtungen formt sich ein neues, spannendes Bild des Nahen und Mittleren Ostens – materialreich, glänzend informiert und mit scharfem analytischen Blick.


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