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Andreas Altmann

Verdammtes Land

SACHBÜCHER

Informationen: , 19.99 €

Verlag: Piper

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Redaktion

Leser

Rezension

Andreas Altmanns Buch über Israel und die besetzten Gebiete bietet keine neuen Einsichten oder überraschenden Fakten. Auch die potenzielle Stärke des Buches ist nicht gelungen ausgebaut: Zu schemenhaft skizziert Altmann die Schicksale der Menschen, denen er begegnet. Zu stark verwässert er die Erlebnisse seiner Gesprächspartner mit eigenen Eindrücken und Emotionen. Für Leser, die auf sorgfältig formulierte, abwechslungsreiche Prosa Wert legen, wird Altmanns Lektüre zur Herausforderung. Wo der Autor in so komplexe Themen wie Religion eintaucht, schreibt er umständlich: "Religion erinnert mich an eine Liebe, die nie erfüllt wird, die nur auf Versprechungen beruht. Und die von den ‚Liebenden', den Gläubigen, immer so interpretiert wird, als ob die Liebe, sprich die Gegenliebe - das wäre die Liebe des ‚Weltenherrschers' -, dennoch existierte." Sätze wie "Irgendein Blabla, völlig belanglos" summieren sich in Altmanns Buch - und dämpfen den Eindruck von Neugierde und Wachsamkeit, die man von einem Reisereporter erwartet.

Darüber hinaus sind Altmanns Gedankensprünge verwirrend: Zitate von Casanova und abfällige Kommentare über Madonna untermauern weder die Beobachtungen des Reporters, noch bieten sie Lesern wertvolle Einsichten. Vielmehr wirken sie wie "irgendein Blabla, völlig belanglos."

Kurzbeschreibung

Im Land mit vielen Tätern und noch mehr Opfern. Das »Heilige Land« – in Wirklichkeit ist es ein verdammtes Land, verdammt zum Unfrieden, zu Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Aber, fragt Andreas Altmann, vielleicht ist es gerade deshalb verdammt, weil es Juden, Christen und Muslimen heilig sein muss? Der Reporter spricht mit den Vertretern aller drei Religionen, versucht zu verstehen, was sie bewegt und woher der Hass kommt, der die Palästinenser so oft zu Opfern der israelischen Politik macht. Und manchmal zu Tätern. Er bereist die Städte und Dörfer mit offenen Augen, rabiat neugierig, immer auf der Suche nach den besonderen Geschichten. Die ihm und uns den Schlüssel in die Hand geben zum Verständnis Palästinas. Zumindest eine Ahnung davon. Und das gelingt ihm in spektakulären Bildern, Erlebnissen und Begegnungen, oft voller Brutalität, oft voller Poesie. Seine klaren und harten Beobachtungen, vor allem seine Schlussfolgerungen werden vielfach Widerspruch hervorrufen, weil der Autor sich von keiner vorgefassten Meinung, Ideologie – und schon gar nicht von einer Religion – den Blick verstellen lässt. Seit drei Generationen ist Palästina eine offene Wunde in der Weltpolitik. Auch die große Reportage von Andreas Altmann wird sie nicht schließen. Natürlich nicht. Aber den Menschen nahekommen, ihr Leben im Schatten der unheilvollen Geschichte und der dunklen Zukunft zu verstehen, das gelingt ihm meisterhaft. Rezensionen und Pressestimmen: Regensburger Nachrichten »Den Menschen nahekommen, ihr Leben im Schatten der unheilvollen Geschichte und der dunklen Zukunft zu verstehen, das gelingt ihm meisterhaft.« Straubinger Tagblatt »Den Menschen nahekommen, ihr Leben im Schatten der unheilvollen Geschichte und der dunklen Zukunft zu verstehen, gelingt ihm meisterhaft.« abenteuer und reisen »Ein ureigener, kritischer Blick auf eine offene Wunde der Weltpolitik, ein Verstehenwollen.« Gießener Allgemeine »Es gelingt ihm meisterhaft, den Menschen und ihren Geschichten nahezukommen.« Westdeutsche Zeitung »Altmann schildert (...) ein Bild von Palästina, das weitaus tiefer ist als alles, was Nachrichtenbilder vermitteln können.« Wiener Zeitung (A) »Eine beeindruckende, konsequent subjektive Reisereportage.« Badische Zeitung »Ein lesenswertes Buch (...): schonungslos, direkt und gewagt.« Tirolerin (A) »Offen und aufmerksam schildert Altmann seine Begegnungen – ein authentisches Bild einer jahrzehntelangen Konfliktregion, das zum Nachdenken anregt.« daheim Zeitschrift »Sein klaren und harten Beobachtungen, vor allem aber seine Schlussfolgerungen werden vielfach Widerspruch hervorrufen, weil der Autor sich von keiner vorgefassten Meinung, Ideologie oder Religion den Blick verstellen lässt.«


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