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Paula Daly

Die Schuld einer Mutter

THRILLER UND KRIMIS

Informationen: , 19.99 €

Verlag: Manhattan

Leser-Rezension1

Redaktion

Leser

Rezension

Gibt es Thriller für Frauen? Die Frage muss zumindest bei diesem mit Ja beantwortet werden, auch wenn man sich über Gender-Klassifizierungen ärgern kann. Aber dies ist ein Thriller für Frauen, besonders für Frauen mit Kindern. Das Buch lebt von der Identifikation mit der Hauptfigur, der berufstätigen Mutter Lisa mit drei Kindern, sieben, elf und 13. Sie wohnt mit ihrem Mann, der oft bis spät in die Nacht Taxi fährt, drei Hunden und einigen Katzen auf dem platten Land in England und arbeitet obendrein Vollzeit als Leiterin des Tierheims. Sie ist überfordert, sie erzählt dem Leser, wie ihr Leben aussieht und fragt: "Jammere ich? Ich finde selbst, ich jammere." Das tut sie nicht, jeder würde unter diesem Pensum auf dem Zahnfleisch gehen und vielleicht würde man in dieser Situation auch vergessen, die Freundin der Tochter nach der Schule wie zugesagt zur Übernachtung mitzunehmen. Erst einen Tag später, als sich das Missverständnis aufklärt, wird offenbar, dass Lucinda nun schon seit fast 24 Stunden verschwunden ist. Lisa ist schuld. In dem schönen Naturreservat treibt ein Päderast sein Unwesen, der es auf Mädchen in Lucindas Alter abgesehen hat und der zwei Mädchen in seine Gewalt bringt und sie nach einer Vergewaltigung am Straßenrand aussetzt. Nur Lucinda bleibt verschwunden. Ein Horrortrip für Lisa beginnt, auf dem der Leser bis zur letzten Seite mitfiebert.

(md)

Kurzbeschreibung

Sie ist verschwunden. Und es ist deine Schuld. Lucinda war in deiner Obhut, als es passierte. Jetzt wurde sie entführt, wie das Mädchen davor, das gerade noch lebend entkam. Lucinda wird nicht so viel Glück haben. Du musst sie finden. Sonst wirst du dir nie verzeihen. Und die anderen auch nicht ... Lisa Kallisto ist verzweifelt: Lucinda, eine Freundin ihrer Tochter, ist spurlos verschwunden – dabei hätte sie in Lisas Obhut sein sollen. Die Polizei vermutet, dass Lucinda einem Vergewaltiger in die Hände fiel, der zuvor bereits eine Schülerin in seine Gewalt gebracht hatte. Um ihr Versagen wieder gutzumachen, macht sich Lisa auf die Suche nach Lucinda. Ohne zu ahnen, welch brisanten Geheimnissen ihrer englischen Kleinstadtidylle sie auf die Spur kommt … Pressezitate: "Super Psychothriller!" Für Sie (31.03.2014) "Emotionaler Pageturner über Schuldgefühle, Kindesentführer, unfähige und vermeintlich perfekte Mütter." Bücher (07.03.2014) "Überzeugende psychologische Spannung" rezensions-seite.de (02.04.2014) "Das Thriller-Debüt der britischen Schriftstellerin Paula Daly, das mit einem ausgeklügelten Plot, wirklichkeitsnahen Figuren und nachvollziehbaren Handlungsweisen überzeugt." media-mania.de (10.03.2014) »Stark!« TV Movie (03.05.2014) »Die Engländerin Paula Daly hat mit ihrem Debütroman einen fein gestrickten Psychokrimi vorgelegt.« Alex Dengler, denglers-buchkritik.de (28.07.2014)


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Hörerrezensionen (1)

4

Re: Die Schuld einer Mutter

von Buchsucht2.0 am 11.08.2014

Nach dem ich das Buch zu Ende gelesen habe, muss ich zunächst feststellen, dass dieses Buch nicht unbedingt ein Thriller ist, sondern eher ein Sozial-Krimi mit ein wenig Sozial-Dramatik, weil die eine oder andere Beziehung zwischen verschiedenen Protagonisten mehr oder weniger kleine bis große Risse bekommt. Bei der einen oder anderen Figur in diesem Buch liegen irgendwann die Nerven blank.

In dieser Geschichte verschwindet ein dreizehnjähriges Mädchen mit dem Namen Lucinda. Sie geht mit Sally in eine Klasse, und sie sind beste Freundinnen. Eigentlich sollte Lucinda bei Sally übenachten. Aber sie kam gar nicht. Sally's Mutter macht sich große Sorgen und Vorwürfe. Lucindas Familie verhält sich merkwürdig nach dem Verschwinden der Tochter. Lucinda ist außerdem nicht das einzige Mädchen, welches verschwunden ist. Steckt derselbe Kidnapper und Mädchnmörder dahinter? Es wird eine herausfordernde Aufgabe für Detective Constable (DC) Joanne Aspinall.

Die Autorin Paula Daly hat ein spannendes Buch geschrieben, weil man erst ziemlich spät erfährt, was eigentlich mit der verschwundenen Lucinda passiert ist. Da ist die Familie Guy und Kate Riverty, zu der Lucinda gehört, und die Familie Joe und Lisa Kallisto mit ihren drei Kindern, unter anderem die Tochter Sally. Paula Daly ist es gelungen, die jeweiligen Personen - vor allem die Mütter und die Kommisasarin - aus ihrer Perspektive erzählen zu lassen. Beide Familien zeigen nach außen eine Fassade, aber hinter dieser jeweiligen Fassade verbergen sich tiefe Gefühle, Verletzungen und Erlebnisse, in die man als Leserin hineintaucht. Ebenso lässt Paula Daly die private Seite von Joanne Aspinall erzählen. Somit erhält diese Geschichte vielschichtige Einblicke, die zum Teil das Verschwinden der Tochter Lucinda in den Hintergrund rückt.

Mein Fazit lautet, dass es ein spannendes Buch ist, aber man sollte nicht zu viel von einem Thriller erwarten, sondern eher von einem Krimi mit Spannung, Dramatik und Unterhaltungswert. Die Spannung, die im Buch aufgebaut wird, führt zu einem unterhaltsamen Buch, dass man zügig durchgelesen bekommt.

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