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Schlecht Englisch kann ich gut

Bürger Lars Dietrich

Schlecht Englisch kann ich gut

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Bürger Lars Dietrich

Informationen: gekürzte Lesung, 140 Minuten, 2 CDs, 13.99 €

Verlag: Edel

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Rezension

Wer 1973 geboren wurde, mit einer Praktika-Spiegelreflexkamera vom Fernseher Stars abfotografierte und diese dann in Postergröße aufhing - dessen Jugendzimmer lag mit großer Wahrscheinlichkeit östlich von der Mauer. Wie Lars Dietrich, der in den achtziger Jahren in Potsdam wohnte und von eigenen Hitparadenplatzierungen (wie 1996 etwa mit "Sexy Eis") nicht mal träumte. Sein Lebensinhalt war die westliche Jugendkultur Breakdance, ein neuer Trend aus den USA, inoffiziell mit TV-Senderwellen über die Mauer geschwappt. Von seiner Begeisterung, dem anfänglichen Unverständnis seiner Eltern und Großeltern bis zu einer Abmahnung durch die Stasi erzählt Dietrich. "Musik war bei uns Mangelware. Obwohl wir in einer Platte wohnten, konnte ich keine kaufen", heißt es an einer anderen Stelle. Zum Glück mündet der Wortwitz nicht in eine Jammerarie. Vielmehr beschreibt Bürger Lars Dietrich mit Selbstironie eine Kindheit in der DDR mit ihren schönen und weniger schönen Seiten. Amüsant, aber letztlich auch belanglos, zumal der Schreibstil an einen Schulaufsatz erinnert, dessen Inhalt manchmal überdies in die Länge gezogen wurde. Die ordentliche Autorenlesung des sympathischen Künstlers, gewürzt mit unveröffentlichten Reimwerken, lässt sich flott durchhören, hinterlässt aber keinen großen Eindruck.

(bär)

Kurzbeschreibung

Potsdam in den achtziger Jahren: Der kleine Lars Dietrich ist ein geborenes Showtalent. Ob Wehrunterricht oder Fahnenappell – er findet überall seine Bühne. Da entdeckt er 1983 durch eine ZDF-Sendung den neuesten Trend aus den USA: Breakdance – und ist sofort Feuer und Flamme. Doch wie lässt sich eine westliche Jugendkultur im Arbeiter- und Bauern-Staat leben? Ohne die Originalmusik, die richtigen Klamotten und unter den misstrauischen Augen der Partei? Selbstironisch und voll schrägem Humor erzählt ein Paradiesvogel von den Erfahrungen der letzten Generation, die noch in der DDR aufwuchs.


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