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TKKG (168) - Millionencoup im Stadion

Corinna Harder

TKKG (168) - Millionencoup im Stadion

JUGEND UND KINDER

Gelesen von Sascha Draeger, Niki Nowotny, Rhea Harder

Informationen: Hörspiel, 60 Minuten, 1 CDs, 6.99 €

Altersempfehlung: ab 6 Jahre

Hörer-Rezension4

Redaktion

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Rezension

Die Lagerhalle eines Sportartikelhändlers, in der jede Menge WM-Trikots gelagert waren, brennt ab. Etwas später kauft Klößchen für einen Spottpreis ein Trikot, das sich kurz darauf als Plagiat herausstellt. Brandstiftung und Produktpiraterie - eigentlich zwei Themen, die Spannung versprechen. Doch Nervenkitzel ist in diesem zähen Hörspiel so rar wie Tore von Podolski in der Bundesliga. Einerseits werden interessante Infos zu Lizenzierung und Plagiatismus vermittelt, andererseits hemmen gerade diese die ohnehin träge Handlung, die von der Parodie eines russischen Gauners auch noch lächerlich gemacht wird. Da können auch ordentliche Leistungen der Hauptdarsteller sowie Dietmar Mues als Gaststar nicht trösten.

(bär)

Kurzbeschreibung

WM-Trikots sind der Renner unter den Fußball-Fans. Und auch Klößchen ist happy! Für 4o Euro kauft er Max ein besonders begehrtes T-Shirt ab. Doch schnell folgt die Ernüchterung: Das teure Trikot erweist sich als Produkt-Fälschung! Und plötzlich sind TKKG in einen spannenden Fall verwickelt. Es geht um Brandstiftung, Diebstahl und bekannte Fußballstars. Doch wer zieht hier wirklich die Fäden im Hintergrund? Im Finsterwald kommt es zu einer gefährlichen Begegnung...


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Hörerrezensionen (4)

3.35

Das gleichnamige Buch ist spannender!

von Hauke / www.TKKG-Site.de am 03.11.2011

„Millionencoup im Stadion“ ist die Hörspielumsetzung meines letzten Lieblings-TKKG-Buches. Wer das Buch bereits gelesen hat, ist gut in der Lage stets die zu den Hörspielpassagen passenden Seiten aufzuschlagen und mitzulesen. Dabei fallen natürlich die Änderungen auf. Logischerweise gibt es viele kleine. Im Buch gibt es viele ergänzende oder die Reaktionen der Charaktere beschreibende Worte. Einiges, was gesagt wird, ist im Buch nicht in der wörtlichen Rede zu lesen. Für das Hörspiel muss das natürlich geändert werden, denn dort gibt es ausschließlich wörtliche Rede - und einen Erzählerpart.
Mir ist aufgefallen, dass der Hörspieldrehbuchautor André Minninger TKKG nicht zu kindlich vom Erzähler beschreiben lässt. Im Buch wird beispielsweise das Wort „Kinder“ zum Beschreiben der TKKG-Mitglieder verwendet. Der Erzähler sagt den gleichen Satz, spricht aber von „Jugendlichen“. Dem entgegengesetzt ist das Verhältnis von TKKG und Herrn Kraut, Besitzer der K.Tex Sportfilialenkette. Im Buch siezt Herr Kraut TKKG, im Hörspiel duzt er sie.
André Minninger erlaubt es sich jedoch auch, typische TKKG-Eigenschaften hinzuzufügen. Im Buch steht: „»Das sind wir sowieso«, meinte Tim voller Zuversicht und verschränkte seine Arme vor der Brust.“ Das Hörspiel macht daraus: „Sind wir sowieso Amigos!“ (Tim)
Klößchen weist im Buch auf eine Menschenansammlung mit folgenden Worten hin: „Sieht so aus, als gebe es etwas umsonst.“ Beim Hörspiel ergänzt Klößchen dies noch um einem Schokoladengag.
Glücklich bin ich mit dem Weglassen der Erwähnung, dass Tim Schokoküsse isst und die weißen liebt. Ebenso fehlt glücklicherweise die Nascherei TKKGs bei Herrn Kraut. Das war das Manko schlechthin beim 111. TKKG-Band.
Im Hörspiel fehlen natürlich auch ganze Handlungsstränge und Figuren. Auch Inspektor Bienert, genannt „Wespe“ ist entfallen. Dafür wurde Ettel eingefügt. Mir gefällt es, dass Kommissar Glockner immer vom gleichen Untergebenen Polizisten Ettel begleitet wird, der stets „Verstanden Kommissar!“ ausruft. Dies schafft Kontinuität. Früher gab es stets andere Polizisten, immer von anderen Sprechern gesprochen.
Lustig finde ich ebenfalls die Szene, in der folgender Satz fällt (Zitat aus dem Buch 111):
„»Max hat ein Shirt entdeckt, das er schon die ganze Zeit über haben will. [...]«, erklärte ein anderer Junge, der neben Klößchen stand und den Tim nur vom Sehen kannte.“
Im Hörspiel hat der Junge einen Namen: Leon. Karl spricht ihn im Hörspiel an, im Buch nicht.

Die größten Änderungen gibt es im achten und im letztem Track:
Gaby ist bei der Verfolgung von Magnus und Steven nicht dabei, im Hörspiel schon. Tim bricht im Hörspiel in den Keller der Schneiderei „Robert Teiler“ ein. Fast der ganze Track stammt aus der Feder von André Minninger. Im Buch gibt es einen kurzen Gangsterdialog und der Leser erfährt von dem, was der Keller verbirgt und dem Gangster Morosow. Morosows Hörspieldialog kommt gar nicht im Buch vor. Seine Dialoge sind im Buch wesentlich besser. Im Buch belauscht Tim einen Teil zufällig, verfolgt noch Steven und hört beim Telefonat mit. Später schnappen TKKG im Buch Kartons mit Shirts aus der Wohnung von Robert Teiler. All diese verschiedenen Ereignisse des Buches hat André Minninger in diesem Track verarbeitet. Dies finde ich völlig in Ordnung (auch die weniger gelungene Charakterisierung des bösen Russen). Gar nicht in Ordnung finde ich den neu hinzugefügten Einbruch von Tim in den Keller. Das passt zum alten TKKG-Image, doch bei den neuen Folgen erwarte ich anständigeres Verhalten. Im Buch ist das lustiger und Actionreicher gelöst mit dem Diebstahl der Kartons aus Robert Teilers Wohnung und weniger verwerflich, da dort Tim nicht eingedrungen ist, sondern von Robert eingeladen wurde. Im Hörspiel befinden sich die Gangster auf der Straße, so dass TKKG alles mit anhören kann. Außerdem spricht der Russe Morosow von seinem Spion. TKKG muss dies nicht mehr ermitteln. Schade.
Eine merkwürdige aber lustige Änderung, da der Sinn nicht ersichtlich ist: Der Erzähler sagt bei Track zehn: „Es war kurz nach 18 Uhr, als TKKG vor der Hauptfiliale von K.Tex ankamen.“ Im Buch ist es später Nachmittag.
Das Finale Furioso (letzter Track) ist ganz anders im Buch: TKKG sind aktiv im Wald und Klößchen rennt um sein Leben. Im Hörspiel sitzen sie sicher im Wagen von Kommissar Glockner. Der Zugriff und die beteiligten Personen sind verändert worden. Im Buch ist die Szene Actionreicher und spannender.

Die Sprecher wissen durch die Bank weg zu überzeugen und die Geräuschkulisse ebenfalls. Man hört sogar das Knirschen der Ledersitze im Auto von Kommissar Glockner! Die Musik ist weder störend, noch fällt sie besonders positiv auf.
Das Cover ist eine gelungene Umsetzung von Reiner Stoltes Buchcover durch Comicon S.L..

Fazit
Das Hörspiel ist gut, besinnt sich sprachlich auf die letzten 50 Hörspiele. Die Buchvorlage greift hingegen viel mehr auf die ersten 20 TKKG-Bücher zurück und gefällt mir ein großes Stück besser. Größtes Manko ist der hinzugedichtete Einbruch von Tim, den es im Buch gar nicht gibt und die schwerlich aufkommende Spannung. Im Buch wird die Spannung durch den Witz und Charm anfangs wettgemacht. Ab der Hälfte des Buches wird es auch richtig spannend. Durch die Verdichtung der Geschichte entfällt jedoch ein großer Teil der Ermittlungen und spannenden Auseinandersetzungen von TKKG mit ihren Widersachern. Somit bleibt ein guter Eindruck.

2.5

Re: TKKG (168) - Millionencoup im Stadion

von ruby am 28.05.2011

5

Re: TKKG (168) - Millionencoup im Stadion

von kghbjkl am 05.12.2010

ikgtc

3.35

Re: TKKG (168) - Millionencoup im Stadion

von www.hoerzentrale.de am 02.11.2010

Die Fußball-WM rückt näher. Für EUROPA Anlass genug, die Hörerschaft mit dem obligatorischen und fast schon zur Routine gewordenen Fußball-Hörspiel zu versorgen. So dreht sich im neuesten Fall der TKKG-Bande auch alles um das Thema Fußball. „Millionencoup im Stadion“ heißt der Fall aus der Feder von Corinna Harder und hat im eigentlichen Sinn wenig mit dem Fußballspiel zu tun. Denn Tim, Karl, Klößchen und Gabi kicken nicht selbst das runde Leder, sondern sind einer ganz anderen Sache auf der Spur. Magnus, ein Schulkamerad von TKKG, verkauft tolle WM-Trikots und Klößchen ist überglücklich, dass er ein solches für wenig Geld erstanden hat. Doch bald schon häufen sich die Verdachtsfälle, dass es sich bei den Trikots um Produktfälschungen handelt. Und natürlich gehen TKKG der Sache nach und haben auch schon bald eine Spur.

Die Tatsache, dass es sich bei diesem Hörspiel eben gerade um kein typisches Fußballabenteuer handelt, gefällt mir sehr. Das brisante Thema Produktpiraterie ist wie geschaffen für TKKG und weiß sofort zu fesseln. Die Geschichte von Corinna Harder klingt keineswegs konstruiert, sondern könnte sich genauso auch im wahren Leben abspielen. Auch bin ich sehr, sehr dankbar dafür, dass die Dialoge diesmal keineswegs albern daherkommen, sondern eher seriös. Trotzdem geht der Humor nicht verloren und vor allem die Sticheleien wegen Klößchens Schokoladenkonsum fehlen natürlich nicht. Hinzu kommt noch, dass der Plott in sich einfach stimmig ist und man zum Thema Markenrechte der Fifa noch einiges lernen kann.

Musikalisch reiht sich „Millionencoup im Stadion“ perfekt in die Reihe der TKKG-Hörspiele ein. Musiken und Geräusche sind stimmig und lassen nicht zu wünschen übrig. Die Kulisse stimmt und bietet den perfekten Hintergrund für die gute Handlung.

Bei den Sprechern gibt es eigentlich wenig zu sagen, alle sind hellwach und liefern gute Arbeit. Rhea Harder ist zum zweiten Mal in der Rolle der Gaby Glockner, nach dem unerwarteten Tod von Veronika Neugebauer im letzten Jahr, zu hören. Und schon wie in der Vorgängerfolge „Der Unsichtbare“ weiß die Schauspielerin zu überzeugen. Sie spricht ihre Rolle mit einer Leichtigkeit, ohne dabei ihre Vorgängerin in irgendeiner Weise zu imitieren. Und genau dieses Rezept geht auf und zieht die Fans auf ihre Seite. Weiter so, Rhea! Der Rest der Hauptsprecher kann sich ebenfalls hören lassen, was nach 168 Hörspielfolgen natürlich zu erwarten ist ;-) . Dieter Mues in der Rolle des Johannes Kraut gefällt mir persönlich von den Gastsprechern am besten.

Diese Hörspielfolge hat mir sehr gute gefallen und ist für eine „Fußballfolge“ sogar überdurchschnittlich gelungen. Tolles Thema, tolle Sprecher … was will man mehr?

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