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Der Kilo-Killer

Stephan Bartels

Der Kilo-Killer

SACHHÖRBÜCHER

Gelesen von Stephan Bartels

Informationen: gekürzte Lesung, 200 Minuten, 3 CDs, 14.95 €

Verlag: Argon Verlag

Hörer-Rezension1

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Rezension

Die Sommerferien nahen, doch die Bikinifigur ist mal wieder so richtig weit weg. 111,2 Kilo bei 1,75 Meter Körpergröße sind schlimm, „wenn man ständig selber das Gefühl hat, sich für sich schämen zu müssen“. Für Stephan Bartels gibt es daher in seinem autobiografischen Hörbuch nur eine Marschroute: abspecken, dünner werden, Pfunde verlieren. Der Hamburger Journalist zieht alle Register und pflegt sein Abnehmen als Lebensinhalt. Ein Jahr lang treibt er exzessiv Sport und kämpft sich von einer Diät zur nächsten.

Glaubhaft gibt der Autor, der gleichzeitig Sprecher ist, einen Einblick in den Alltag eines Dicken. Das macht er gekonnt, denn es gelingt ihm, den Hörer mitfiebern zu lassen, wenn der nächste Gang zur Waage bevorsteht. Allerdings gibt es fürs Sprechen Abzüge. „Der Kilo-Killer“ wirkt phasenweise wie vom Blatt abgelesen, kaum betont. Darunter leidet die unterhaltsame und streckenweise komische Geschichte.

Dennoch dürfte Bartels' Werk Ansporn für viele Menschen sein, einen ähnlichen Weg zu gehen. Und die Zielgruppe ist groß: Gut 20 Prozent der Deutschen sind Untersuchungen zufolge krankhaft dick. Bartels' Hörbuch macht Mut und sein Gewichtsverlust von 20 Kilo eines deutlich: Am Ende kann sich jeder sein persönliches Happy-End schaffen. Das scheint viel wichtiger als die perfekte Bikinifigur.

(mars)

Kurzbeschreibung

Ein Mann will nach unten und zwar mit seinem Gewicht! Er gibt sich dafür genau ein Jahr. Und probiert in dieser Zeit (fast) alles aus: Weight-Watchers, FDH, Extremsport, Fastenyoga, Thalassowellness, Motivationscoaching. Tatsächlich nimmt er dadurch ordentlich ab. Und einiges wieder zu, weil er immer wieder in alte, schlechte Muster verfällt, zu viele Süßigkeiten nascht, zum Sporttreiben manchmal zu faul ist und ab und zu schlicht sein Körper streikt. Trotzdem wird er am Ende des Jahres 20 Kilo leichter und um zahlreiche Erfahrungen reicher sein. Und diese gibt er in seinem Diät- und Motivationstagebuch weiter - streng subjektiv, höchst informativ und herrlich selbstironisch. Ein Buch also, in dem sich Millionen von Deutschen auf Anhieb wiederfinden.


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Hörerrezensionen (1)

2.5

Der Kilo-Killer

von yexxo am 20.04.2013

Lange Zeit waren die Themen Diäten, Gewichtsabnahme und alles was damit zusammenhängt, fest in der Hand von Frauen. Doch seitdem auch das männliche Geschlecht nicht nur gesundheitsbewusster, sondern auch eitler geworden ist, melden sich ebenfalls zunehmend Männer zu den oben genannten Punkten zu Wort. Stephan Bartels ist einer von ihnen.
Knapp 112 Kilo bei einer Größe von 176 cm - Bartels vollschlank zu nennen, wäre stark untertrieben. Er beschreibt, wie er seinen ,Zustand` weitestgehend ignorierte, bis ihn aktuelle Urlaubsbilder mit einer Realität konfrontierten, der er nicht mehr ausweichen konnte. Er musste abnehmen. Weniger essen, anders essen, Sport, sozialer Druck durch Besuche bei den Weight Watchers und die Leser seines Blogs, in dem er seine Gewichtsabnahme dokumentieren wollte. Und er hatte Erfolg - vorerst. Doch auch ihm blieb die Erfahrung der Jojo-Effekte nicht erspart. Ein Jahr dauerte es, bis der Autor sein Wunschgewicht erreicht hatte und seine Schilderungen über diese Zeit lassen erkennen, dass es ein ständig wiederkehrender Kampf mit dem inneren Schweinehund war.
Abnehmwillige, und zwar sowohl Männer wie auch Frauen, werden sich in vielen Dingen wiedererkennen und zustimmend nicken. Doch wer sich eine Anleitung oder vielleicht sogar 100%ige Tipps erhofft, wie das Hüftgold auf Dauer zu besiegen ist, wird enttäuscht werden. Es ist der autobiographische Bericht eines Abnehm- (und auch Zunehm-)jahres der deutlich macht, dass es den einen einzigen Weg nicht gibt. Sport muss sein und bewussteres und gesünderes Essen sicher auch. Aber darüber hinaus muss jeder für sich selbst herausfinden, was für sie/ihn der beste Weg ist.
Stephan Bartels liest sein Buch selbst. Es ist recht amüsant, doch an die Qualität beispielsweise eines Wigald Boning kommt er nicht heran. Was bei jenem spontan und locker erscheint, klingt bei Bartels stellenweise eher verkrampft. Doch alles in allem ein unterhaltsames und ggf. auch mutmachendes Hörvergnügen.

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